Unterzahl-Krimi in Marialinden –Wir kämpfen bis zum Schluss!

Zum Auswärtsspiel ging es für unsere Erste zum TuS Marialinden. Bei richtig schönem Wetter und angenehmen Temperaturen entwickelte sich eine intensive Partie – in der Sonne reichte sogar ein Pullover, sodass auch die Zuschauer:innen beste Bedingungen hatten.

Bereits in der 2. Minute kam es zur ersten großen und zugleich sehr umstrittenen Szene: Nach einem Handspiel wurde zunächst Olivier Sebudandi mit der Roten Karte vom Platz gestellt. Nach längerer Beratung der Schiedsrichter wurde diese Entscheidung jedoch wieder zurückgenommen. Olivier Sebudandi durfte weiterspielen, stattdessen musste Lennox Dittrich als letzter Mann das Feld verlassen. Lennox Dittrich war zuvor ausgerutscht und hatte dabei den Ball mit Arm beziehungsweise Hand berührt. Der anschließende Freistoß der Gastgeber konnte glücklicherweise von unserer Defensive abgeblockt werden – dennoch mussten wir von diesem frühen Zeitpunkt an in Unterzahl weiterspielen.

Trotz des personellen Rückstands zeigte die Mannschaft eine starke kämpferische Leistung. In der 27. Minute sah Moritz Arnold nach einem Foulspiel die Gelbe Karte, was den Gastgebern einen Freistoß einbrachte. Auch auf der anderen Seite wurde es zunehmend ruppiger: In der 34. Minute sowie später in der zweiten Halbzeit (49., 54. und 57. Minute) mussten auch Spieler der Gastgeber nach Fouls Gelbe Karten hinnehmen, wodurch wir jeweils zu Freistößen kamen.

In der 60. Minute gelang Marialinden unerwartet der Führungstreffer zum 1:0. Unsere Antwort folgte jedoch prompt: Nur zwei Minuten später traf Haytam Bouskouchi zum 1:1-Ausgleich und brachte unsere Erste zurück ins Spiel.

Kurz darauf reagierten wir mit frischen Kräften: In der 64. Minute verließ Luca Viola den Platz und Max Orth kam ins Spiel. Eine Minute später folgte der nächste Wechsel – Nico Schönborn ging vom Feld, Justin Kürten kam neu in die Partie.

Doch in der 67. Minute gingen die Gastgeber erneut in Führung und stellten auf 2:1. In der 70. Minute verließ Moritz Arnold den Platz, Jona Partheil kam ins Spiel und Max Orth übernahm die Kapitänsbinde. Weitere Wechsel folgten in der 81. Minute, als Gabriel Morais Hardt für Zakaria Harrach ins Spiel kam, sowie in der 90. Minute, als Ilias Tazit noch für Olivier Sebudandi eingewechselt wurde. In der 86. Minute sah Haytam Bouskouchi zudem die Gelbe Karte.

Trotz der Unterzahl war der Mannschaft der kämpferische Einsatz über die gesamte Spielzeit anzumerken. Die Gastgeber konnten ihre Überzahl kaum ausnutzen, und man hatte über weite Strecken nicht das Gefühl, dass wir mit einem Spieler weniger auf dem Platz standen. Wir hielten gut dagegen, erspielten uns selbst einige Chancen und versuchten weiterhin Druck aufzubauen – leider fehlte am Ende das nötige Glück im Abschluss.

In der Schlussphase sorgte eine weitere Szene für großen Unmut: Nach einem Zweikampf im Strafraum wurde Max Orth hörbar am Fuß getroffen. Selbst auf Nachfrage bestätigte der Schiedsrichter, den Kontakt gehört zu haben – entschied jedoch trotzdem, keinen Elfmeter zu geben. Eine Entscheidung, die für viel Unverständnis sorgte.

Am Ende blieb es beim 2:1 für die Gastgeber. Besonders bitter ist, dass eine frühe und aus unserer Sicht fragwürdige Entscheidung das Spiel stark beeinflusst hat. Dennoch zeigte das Team eine starke kämpferische Leistung und hielt trotz langer Unterzahl bis zum Schluss dagegen.